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Erstmal aufladen

Wenn man uns damals zu Recht als die ‘Turnschuh-Generation’ bezeichnet hat, so müßte man die Heutige wohl eher die ‘Akku-Generation’ nennen.

Bedenkt man die Vielzahl an multimedialen Geräten, Handys, Fernsteuerungen und Fernbedienungen, Gameboys und Spielekonsolen, Werkzeuge, Zahnbürsten, Rasierapparate, Küchengeräte, sonstige Spielsachen, Laptops und weiß der Geier noch was, dann ist der Gedanke an eine solche Bezeichnung gar nicht so abwägig.

Ich selbst sehe das jeden Tag an meinen Kindern. Kaum ein Spielzeug, das nicht mit wenigstens zwei Batterien bestückt ist. Gerade um die Weihnachtszeit, und kurz danach, kauft man mehr davon als alles andere. Es scheint kaum noch ein Spielzeug zu geben, das nicht wenigstens eine Knopfzelle zum Betrieb braucht. Aber auch in unserer Erwachsenen-Welt dreht sich immer mehr alles um die mobilen Geräte. Vom Rasierer angefangen bis hin zum Smartphone, hängen diese technischen Geräte tagaus tagein am Ladegerät. Es gibt Momente, da suche ich in der Küche verzweifelt nach einer freien Steckdose, weil die halbe Familie alle Möglichkeiten mit den Ladegeräten der verwendeten Handys belegt.

Jeder Rauchmelder ist mit Batterien bestückt, das Laserschwert meines Sohnes, Taschenlampen und der Cassettenrecorder, den Marvin allabendlich zum Einschlafen braucht. Und wenn es dann doch mal keine Batterien benötigt werden, dann kommt man um eine Steckdose doch nicht herum, weil das entsprechende Gerät ein externes Netzteil hat, das erstmal irgendwo eingesteckt werden muß.

In unserer Wohnzimmerschublade stapeln sich Batterien aller Größen und Formen. AA und AAA, Blockbatterien und Lithium-Knopfzellen aller denkbaren Nummern. Dazu kommt eine weitere Schublade, die ein Chaos an Netzteilen zum Aufladen jedes nur denkbaren elektrischen Spielzeugs enthält. Vom Keyboard unserer Tochter bis zum Zweithandy meiner Frau. Netzteile für Laptops, Fotodrucker und der vier ferngesteuerten Autos meines Sohnes. In den Controllern der Playstation schlummern die Akkus ebenso wie im Navigationssystem fürs Auto.

Manchmal frage ich mich, wann wir selbst zur ‘Akku-Generation’ geworden sind. Der diesbezügliche Fortschritt scheint nicht aufzuhalten. Bleibt nur zu hoffen, das der nun begonnene Weg der Hersteller, für Handys endlich baugleiche Ladegeräte zu entwickeln, sich auf andere Bereiche ausweitet. Die Mobilität hat in den Schubläden unserer Zeit einen hohen Preis in Form von Chaos und Kabelsalat. ;-)

Schulsoftware hinkt hinterher

Derzeit steht das nächste Schuljahr an und wieder haben wir uns dazu entschieden unsere Tochter mit Schul- und Lernsoftware zu unterstützen.

Keine Problem eigentlich. Allein amazon.de bietet ein reichhaltiges Angebot an Lernsoftware und Programmen, die , laut Hersteller, optimal auf die Lernpläne angepaßt sind.

Mag sein. Aus der Sicht eines Systemadministrators, wie ich einer bin, sieht das Ganze leider weitaus weniger positiv aus. Beim Versuch die von mir ausgewählte Software auf einem Windows 7-System zu installieren, erlebe ich ein Wunder nach dem anderen. Teilweise hat man das Gefühl in das PC-Mittelalter zurück katapultiert zu werden.
So läßt sich ein Programm, das übrigens bei amazon.de mehrfach hoch gelobt wurde und gute Kritiken bekam, nicht ohne Probleme ins Leben rufen. Zwar ertönt der Sound, aber stattdessen kommt kein Bild. Die Systemanforderungen auf der Verpackung fordern, man höre und staune: Windows 95, 98/Me mit einer Bildschirmauflösung von 800 x 600 und 16-Bit Farbtiefe!

Na, da stehen einem doch in den heutigen Zeiten die Haare zu Berge (von denen ich übrigens immer weniger habe). Zum einen, weil sie nach und nach ausfallen und zum anderen, weil meine Kinder sie mir vom Kopf fressen ;-)

Erst mittels Kompatibilitätsmodus auf Windows95 und diversen Tricks läßt sich das Programm überhaupt starten und präsentiert sich dabei in einer Grafik, die so grottenschlecht ist, das es mich schüttelt. Woher die guten Kritiken kommen, das sei dahin gestellt.

Eine andere, namhafte Software, kommt nicht mit der Windows-Benutzerverwaltung klar, schreit ständig nach der Installation eines Systemtreibers (von dem nicht gemeldet wird welcher denn das sein könnte) und versucht zudem eine völlig veraltete Quicktime-Version zu installieren. In Zeiten der Online-Verbindungen wird gar nicht erst versucht eine aktuelle Version zu finden. Ohne das Tool von Apple ist die Software allein gar nicht funktionstüchtig …

Wer sich weniger mit PCs auskennt als ich, oder gar die Kinder selbst, sind der unfähigen Software hilflos ausgeliefert. Das Einzige was hier funktioniert hat, war der Kopierschutz der Original-CD. Schön zu wissen, aber da Kinder die Eigenschaft haben CDs achtlos zu behandeln und man daher gern eine Sicherheitskopie anfertigen möchte, ist auch das ein Schlag ins Wasser.

Insgesamt kann ich der aktuellen Lernsoftware kein gutes Zeugnis ausstellen, zumal es sehr ärgerlich ist feststellen zu müssen, das geöffnete und daher von der Rückgabe ausgeschlossene Software nicht unter dem aktuellen Betriebssystem läuft. Hier sehe ich dringedst Bedarf bei den Software-Verlagen, die ihr Sortiment schnellstens auf die aktuellen Standardbedingungen anpassen müssen. Auch amazon sollte da nichts mehr anbieten, das augenscheinlich längst technisch veraltet ist.

Da sich leider alles auf Windows konzentriert, kann man nicht einmal auf andere Betriebssysteme (wie z.B. Linux) ausweichen. Deutschland ist, wie bei der Internetabdeckung und der PISA-Studie, ein Land aus vergangenen Tagen geworden. Zeit, das sich das ändert.

Mach es weg!

Ab sofortkann man bei Google Streetview sein Haus unkenntlich machen wenn man das möchte.

Da der Suchmaschinen-Riese derzeit nicht besonders hoch im Kurs steht, hört man fast täglich Berichte im Radio und anderen Medien. Mit seiner unschönen Erfassung von privaten WLAN-Daten hat sich Google hier in Deutschland, und dem Rest der Welt, ziemlich das Image versaut. Kein Wunder also, das die ‘Sammelfirma’ vom bundesdeutschen Bürger nun deutlich abgestraft wird.

Zwar wohnen wir in einer sehr ländlichen Gegend, aber auch ich habe mir nun Gedanken darüber gemacht ob es sinnvoll und notwendig ist mein Haus für Google Streetview verfügbar zu machen oder lieber mein Veto einzulegen. Ehrlich gesagt glaube ich kaum, das sich überhaupt ein Fahrzeug dieser Firma in unsere Sackgasse verirrt hat, aber man kann sich ja mal Gedanken darüber machen. So war ich also heute auf der besagten Internetseite (http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/). Dort gibt es nun einen unübersehbaren Button mit dem Text “Unkenntlichmachen beantragen”.

Ein Klick darauf führt ……. derzeit ins Nirwana!

Dafür, das der Suchmaschinen-Riese gerade im Internet alles im Griff hat, scheint es sehr verwunderlich, das ausgerechnet dieser Link nicht funktioniert. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Sollte die Seite dermaßen überlastet sein, das nichts mehr geht? Auch das wäre nicht gerade positive Werbung für Google.

Auf der anderen Seite muß man schon abwägen ob man sich verweigert oder nicht. Die Seite der Gegner beschwört immer wieder die Negativ-Szenarien. Das Ausspionieren der Örtlichkeit durch Kriminelle, z.B. Nicht das das nicht auch direkt vor Ort ginge. Einbrechen muß man ja auch vor Ort. Das geht leider noch nicht mit Google.

Aus historischer Sicht, und das als Argument der Befürworter, ist es natürlich schade wenn sich alle Welt verweigert. In 50 Jahren mag es sehr interessant sein sich ganze Straßenzüge aus vergangenen Tagen ansehen zu können. Noch interessanter wird es in hundert Jahren sein. Würden Sie nicht auch gerne mal hochdetailliert durch die Straßen von London im Jahre 1880 gehen? Echte Fotos, keine Gemälde? Wir selbst werden davon wenig haben, aber nachfolgende Generationen sollten vielleicht mehr zu sehen bekommen als verschwommene, unvollständige Fotos, auf denen wenig zu sehen ist, weil damals, 2010, jeder der Meinung war sein Haus müsse nicht mit drauf sein. In 50-100 Jahren interessiert es auch keinen Einbrecher mehr wie es hier mal ausgesehen hat. Da sind die Tatsachen wieder ganz anders.

Und sein wir mal ehrlich: Jeder von uns mag Google Earth, weil es toll ist auf der ganzen Welt spazieren zu gehen und sich mal alles anzusehen. Orte, die man nie bereisen wird. Auch ich erfreue mich regelmäßig an Streetview-Aufnahmen, auch von Orten, die ich aus meiner Erinnerung kenne. Zu schade wenn das alles nicht mehr möglich wäre, weil sich alle Welt verweigert. Die Grundidee von Google ist daher sicherlich nicht mit einer bösen Absicht, sondern eher weil es der Gemeinschaft auch eine Menge gibt. Weil es das Internet möglich macht. Als positiver Mehrwert, sozusagen.

Die Privatsphäre Einzelner zu respektieren, das ist die Kehrseite der Medaillie. Natürlich muß auch das geschehen. Haus und Hof eines Jeden für den Rest der Welt zu öffnen, …, eine schwierige Gratwanderung, die nur durch die Selbstbestimmung des Einzelnen geregelt werden kann. So hat Google also eine schwierige Aufgabe zu lösen. Was mit den Anderen ist, das ist uns selbst egal. Man ist sich selbst der Nächste, wie immer. Auf der anderen Seite denke ich, kann das Sammeln von sinnvollen Informationen für die Allgemeinheit auch seine Vorteile haben.

So ist also für jeden von uns die Aufgabe gestellt sich Gedanken darüber zu machen was man zuläßt und was nicht.

Ich warte allerdings auf den Tag, an dem Versicherungen den Passus Google Streetview mit ins Kleingedruckte aufnehmen und diejenigen abstrafen, die durch ihre Genehmigung für Google noch der ‘Kriminalität Vorschub leisten’. Traurig wäre das.

So hat eben die Medaillie mehr als zwei Seiten …

Schwitz*

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der derzeit unter der brütenden Hitze leidet.

Nichts für ungut, Sommer muß auch sein, aber eigentlich bin ich mehr der Freund des ‘gemäßigten’ Sommers, sprich der wohltemperierten 24 Grad. Die Sahara-Atmosphäre, wie wir sie im Moment in Deutschland haben, sagt mir gar nicht zu. Und daher sitze ich auch lieber in meinem Arbeitszimmer, das durchgehend kühle 18 Grad hat.
Die augenblickliche Hitze lähmt mich komplett. Alles jenseits der 30 Grad hat bei mir völlig Teilnahmslosigkeit zur Folge. Das ich vor kurzem bei diesen Temperaturen noch den Zaun im Garten aufgesteltl habe, war mehr aus der Not heraus geboren.

Heute ist die Bude verriegelt und verrammelt, alle Schalousinen herunter gelassen, die Fenster geschlossen. Auf diese Art und Weise haben wir es wenigstens heute Nacht einigermaßen erträglich, denn das Haus ist insgesamt eher kühl.

Den anderen von Euch, die ähnlich empfinden, mein volles Mitgefühl. Und dem Rest wünsche ich viel Spaß und Freude am derzeitigen Sommer!

Der Maulwurf-Hund

Vor ein paar Tagen hatte ich darüber berichtet, das wir nun einen Zaun um unser Grundstück bauen um die Eskapaden unseres Hundes Ennox zu unterbinden.

Nun, zwei Wochen Maloche und einige Hundert Euro später steht jetzt das großzügige ‘Gehege’ unseres Pinschers.

Der scheint sich mit seinem Schicksal aber nicht abfinden zu wollen, obwohl ihm ein Garten von mehreren hundert Quadratmetern zur Verfügung steht. Stattdessen hat er nicht viel länger als zwei Tage gebraucht um sich bereits an der ersten Stelle unter dem Zaun hindurch zu buddeln.

Das hat bei Heike und mir natürlich zu einem echten Frustschub gesorgt. Wir hatten nicht damit gerechnet, das Ennox so schnell das Weite suchen würde und so intelligent ist uns schon nach kürzester Zeit auszutricksen. Noch ärgerlicher ist die Tatsache, das wir soviel Arbeit und Geld investiert haben und derzeit alles umsonst gewesen zu sein scheint.

Nunja, wir arbeiten bereits an Plan B. Welcher das ist, sei hier zunächst nicht verraten. Schlimm genug, das überhaupt ein Plan B vonnöten ist.