Archiv der November, 2007

Crash as Crash can

Ich habe ein paar unerfreuliche Tage hinter mir.

Mein Rechner hat Mucken gemacht. Besser gesagt war es so, das man nicht mehr wirklich damit arbeiten konnte. Also habe ich mich auf Fehlersuche begeben und alles auseinander gepflückt was nicht niet- und nagelfest ist. Vermutet hatte ich bereits gleich zu Anfang einen Hardware-Fehler, der sich aber nicht wirklich lokalisieren ließ. Speicher überprüft, Grafik- und Netzwerkkarte ersetzt, USB-Karte raus, Platte überprüft, Partitionen teilweise neu gemacht, BIOS-Update gefahren, Betriebssystem mehrfach neu installiert, die gängigen Foren bemüht, …, alles ohne nennenswerte Erfolge.

Zu guter letzt blieb nur noch der Einbau eines komplett neuen Mainboards. Der Hardwarefehler scheint dort gewesen zu sein. Wahrscheinlich eine unbedeutende Kleinigkeit mit weit reichenden Folgen.  Jetzt ist erstmal wieder Testen angesagt, aber ich bin guter Dinge das sich alles wieder normalisiert.

Trotzdem bleibt ein fader Nachgeschmack, weil doch nicht wirklich klar ist was das Problem verursacht hat.

LUG im Blick

Ich denke ernsthaft darüber nach eine ‘Linux User Group‘ zu gründen.

Diese Gruppen, die über ganz Deutschland verstreut sind und sich in jeder größeren Stadt finden, betreiben einen munteren Austausch von Erfahrungen und Informationen und helfen das Thema Linux zu verbreiten, Probleme zu lösen und Neulinge für das Betriebssystem und die Community zu begeistern. Dies geschieht durch regen Online-Austausch und durch regelmäßige ‘Stammtisch-Treffen’ an festgelegten Orten.

Die nächstgelegenen User Groups finden sich in Paderborn, Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück. Leider scheint der Bereich Lippstadt, Erwitte, Soest ein Loch zu sein, oder zumindest in gewisser Weise unorganisiert. Seltsam, da Soest mit einem Universitätsableger doch wirklich genug Potential bieten sollte. Da ich die Fahrerei über etliche Kilometer ein wenig scheue, denn das sind auch Kosten, würde ich es begrüßen eine LUG in derNähe zu wissen, an die man sich wenden kann. Neue Kontakte zum Thema Linux fände ich schon schön und verspreche mir davon sicherlich eine Menge Positives. Dazulernen, aushelfen, diskutieren, … naja, was man eben so macht wenn man sich über die gleichen Interessen austauscht.

Dabei ist es unerheblich, ob jemand langjähriger Linux-Crack ist, oder gerade erst einsteigen will. Die gute Mischung macht’s und das Alter ist auch egal. Ein lockerer Zusammenschluß von Interessierten, die Spaß an der gleichen Sache haben. Das würde mir schon reichen.

Also: Wer in der Gegend Lippstadt, Erwitte, Soest lebt und ggf. Interesse hat zu einem locken Beisammensein und Ideen- und Meinungsaustausch bei einem Bierchen, der sei hiermit aufgerufen sich mal zur Abstimmung bei mir zu melden. Alles weitere wird sich ergeben. Meine eMail-Adresse: <MeinVorname>@<MeinNachname>.de, und schon kann’s losgehen.

Günstiger geht´s nimmer

Es erstaunt mich ganz ehrlich immer wieder, wie groß doch die Preisspannen des Einzel- und Fachhandels so sind.

Natürlich ist es bekannt, das man im Internet so manches Schnäppchen erstehen kann, aber mittlerweile ist das eher die Regel. Unsere Nachbarn sind schon ganz neidisch, das die Post ständig Pakete bringt. Dabei handelt es sich in erster Linie um Käufe, die wir per Internet getätigt haben. Was andere für teures Geld im Groß-und Fachhandel erwerben, das bestellen wir zumeist online. Da stehen wir sicherlich nicht allein.

Erst kürzlich habe ich meinen TFT-Monitor bei meinem Lieblings-Hardware-Laden für gutes Geld im Schaufenster stehen sehen. Erstaunlicherweise gibt es exakt den gleichen Bildschirm im Netz für sage und schreibe 81 Euro (!) günstiger. Inklusive Versand! Da fragt man sich natürlich welche kalkulatorischen Preisspannen da angesetzt werden und wer wirklich daran verdient.

Dennoch klagen die lokalen Anbieter über geringe Gewinnmargen. Unbegreiflich, aber nachvollziehbar, bedenkt man die Preisunterschiede. Ich würde ja gerne den örtlichen Fachhandel unterstützen, …, aber zu diesen Preisen?

Wir merken es immer wieder: Ohne den Online-Handel würden wir uns weitaus schwerer stehen. Vieles ist einfach nur noch finanzierbar durch einen günstigen Kauf bei ebay und Konsorten. Mal ganz davon abgesehen, das man obendrein die Rennerei in den Laden spart, den Transport, u.ä.

Und die umgekehrte Richtung hat genauso ihre Vorteile. Denn könnte man all seinen Kram nicht selbst bei ebay, autoscout24, usw. anbieten, dann würde man auf so manchem Artikel sitzen bleiben, der noch ein paar Euros bringen kann.

Schwiegereltern, ihres Zeichens NICHT-PC-User, beneiden uns sicherlich um die vielfältigen Möglichkeiten. Eigentlich findet sich immer eine Variante um günstiger an einen Artikel zu kommen als im lokalen Handel. Nicht selten, das wir auch den ein oder anderen Deal für sie im Netz abwickeln. 50 Euro sind schnell gespart. Trotz Porto und Versand.

Irgendwie krankt der weltweite Markt daran. Mittlerweile ist es für die meisten Haushalte günstiger ihre Waren kreuz und quer in Deutschland zu bestellen, als im Laden an der Ecke zu kaufen. Stattdessen karren Kolonnen von LKWs Millionen von Tonnen über deutsche Autobahnen, weil Schmitz, Meier und Friedrich aus Hamburg ihre Ware billiger in Nürnberg bekommen als beim Realkauf einen Block weiter. Jetzt, vor Weihnachten, ist das sicher besonders schlimm. Amazon und Kollegen freuen sich. Die unvermeidlichen Folgen der ‘Globalisierung’.

Aber wenn ich ehrlich bin: Für den lokalen Fach- und Einzelhandel tut es mir natürlich leid. Die haben nicht umsonst zu kämpfen und jammern. Nur: Ich mache den Preis nicht und muß, wie jede andere Familie auch, sparen so gut es geht. Da bleibt uns gar keine Wahl.

Das Angebot bestimmt den Preis …

Sie haben Post

Olli und Happiest

Heute ist Post von Wil Wheaton aus den Vereinigten Staaten gekommen. Es freut mich endlich sein aktuelles Buch “The Happiest Days Of Our Lives” in den Händen zu halten. Und weil’s so toll ist, habe ich auch gleich die ersten drei Stories gelesen. Ich mag seine Erzählungen und die Art, wie er aus seiner Vergangenheit berichtet. Vieles davon kommt mir bekannt vor, weil ich Ähnliches erlebt und gefühlt habe. Er sieht die Dinge mit den Augen eines 14-jährigen, der in den 80ern von der SF gefesselt war. Seite Ängste, seine Gedanken, seine ‘Pleiten, Pech und Pannen’, wenn man es so sehen will.

Ich werde dieses Buch mit Sicherheit ebenso gern lesen wie die beiden voran gegangenen, und ehe ich mich versehe ist die letzte Seite schon wieder vorbei. Als regelmäßiger Leser seines Blogs sind mir einige Dinge nicht neu, aber als Buch nach wie vor eine schöne Lektüre.

Empfehlenswert für alle, die sich schon immer für STAR TREK interessiert haben und dafür was hinter den Kulissen geschah. Ach ja: Natürlich ebenso gut für alle, die mal wieder ihr Englisch aufpolieren möchten … :-)

Zukunft wird Vergangenheit

Rückblickend ist es erstaunlich was uns im letzten Jahr alles widerfahren ist. Die vergangenen 12 Monate haben es wirklich in sich gehabt und uns eine ganze Menge abgefordert.

Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, das …

- Heike und die Kinder zur Kur fahren würden

- unser Junge furchtbar krank werden würde

- der Jahresurlaub sage und schreibe einen einzigen Tag währt

- es trotz aller Hindernisse finanziell bergauf ging

- wir nach Daisy´s Tod einen neuen Hund haben würden

- vor der Garage zwei gänzlich andere Autos stehen

- Marlies und ich eine Brille tragen

- wir uns mehr Wünsche erfüllen konnten als gedacht

- ich doch nochmal eine Rißzeichnung abliefern würde

- ein großes Aquarium im Eßzimmer steht

- das Garagendach erfolgreich saniert wurde

- der kleine Marvin endlich in den Kindergarten kommt

- Marlies pfeifen kann und jetzt selbst die Schleife bindet :-)

Ich denke, man könnte die Liste beinahe endlos weiterführen. Das Weblog gibt detailliert Auskunft über all das Geschehen der letzten 12 Monate, über alle Gedanken und Sorgen und über jeden noch so kleinen Lichtblick.

Und jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, wünsche ich meiner Familie und mir das Beste für das Jahr das vor uns liegt. Auf das die Punkte der kommenden Liste mehr Positives enthalten als die Vergangene.