Archiv der Mai, 2008

Wassis?

Ich rege michregelmäßig über das furchtbare Business-Denglisch auf, das mir jeden Tag in den Fachzeitschriften über den Weg läuft.

Mittlerweile ist nicht ein einziger Redakteur, respektive Author, mehr in der Lage einen Artikel ohne diese häßliche deutsch-englische Verklausulierung zu erstellen. Von verständlichen, leicht lesbaren Beiträgen ganz abgesehen. Das führt in der Regel dazu, das ich die meisten Artikel nur auf der Suche nach der Essenz überfliege, einige gar nicht lese. Wenn ich den Titel schon nicht verstehe hat es wenig Sinn sich mit dem Inhalt zu beschäftigen. Ob das im Interesse des Schreibers ist, sei dahingestellt. Beispiel: “CRM und Business-Content am Point-of-Investment”. Da fragt man sich doch, was uns der Author sagen will und ob’s nicht vielleicht auch in Deutsch geht?

Viele Schreiberlinge brauchen einfach das Gefühl, das sie von etwas ganz besonderem reden. Etwas elitäres, das nur für ‘echte IT-Profis’ gedacht ist. Dazu endlos langweilige Artikel, die als Fotomaterial nichts anderes zu bieten haben als das Portrait-Foto des Authors. Davon gibt’s in diesen Zeitschriften übrigens jede Menge.

Selbst Heise, die sonst immer fundiert und verständlich formulieren sind dagegen nicht immun. Zum neuen VIA-Nano-Prozessor lese ich jetzt folgenden ‘Satz’ (?):

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Der Nano/CN/Isaiah ist keine überarbeitete Version des aktuellen C7-Chips, sondern eine komplett neue Mikroarchitektur, dreifach superskalar für gebündelte (fused) Mikrooperationen, mit spekulativer Out-of-Order-Ausführung, mit sieben Ports hin zu den Ausführungseinheiten, mit AMD64-kompatiblen 64-Bit-Operationen, mit SSE3 und SSSE3, mit 64 KByte großen L1-Instruktions respektive -Daten-Caches und einem exklusiven L2-Cache von bislang 1 MByte sowie mit einem speziellen Prefetch-Cache.

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Na, da geht dem echten IT-Fachmann doch ‘die Hose auf’, oder?

Also mir geht da eher ‘der Hut hoch’! Nichts gegen technische Beschreibungen, aber das hätte uns der Verfasser auch ersparen könne, denn der Informationsgehalt ist, selbst für mich als ‘Beinahe-Fachmann’, eher fragwürdig.

Naja. Dann wünsche ich mal allen Usern ein positives Feedback, good response und beste performance für den Day-of-Life ;-)

Sommerloch

So langsam scheint auch mir das ‘Sommerloch’ zu schaffen zu machen.

Zur Zeit gibt es nur wenige Dinge zu berichten. Das heißt stop. Natürlich gibt es immer was zu berichten, eine ganze Menge sogar, aber nicht wirklich Sachen, die die Allgemeinheit etwas angingen. Also verzichte ich darauf und warte bis sich Dinge ergeben, die von Interesse sein könnten.

Da sind noch ein paar technische Veröffentlichungen auf die ich zur Zeit warte, dann ist da noch die anstehende Urlaubszeit (auch da wird’s ruhiger) und eine gewisse Unlust, die mich in meiner Blogging-Aktivität bremst.

So, und jetzt habe ich meinen Dummy-Artikel wieder so gut wie geschrieben, und gleichsam mein Gewissen beruhigt.

Bis die Tage … ;-)

-Privater Beitrag. Nur für authorisierte Leser.

Bilder ganz dünn

Wenn man an Filme wie "Alien" oder "Das Fünfte Element" denkt, dann schmunzelt man hin und wieder über das ein oder andere futuristische Feature. Gerade bei Letzterem gab es ein Feuerwerk von Ideen.

Aber die Zukunft hat längst begonnen. Einen wichtigen Beitrag dazu wird die Display-Technik in den kommenden Jahren leisten, speziel die OLED s (O rganic L ight E mitting D isplays). Hoher Kontrast, schnelle Bildwechsel, das Ganze auf hauchdünnen Folien, biegsam und transparent, bald kostengünstig im Druckverfahren herzustellen. Als Anwendungsgebiete werden zur Zeit hauptsächlich Handys ins Auge gefaßt und alles was optische Informationen bereit stellen soll. Die Fernseher der Zukunft werden nur wenige Millimeter dick sein, erste Displays wurden bereits auf den Messen dieses Jahres gezeigt.

Hier weitere Neuerungen und Ideen:

Reisepass mit OLED-Display (ein sehr interessantes Konzept)
Durchsichtiges OLED

Ich persönlich halte diese Technologie für absolut zukunftsweisend und denke, sie wird die Multimedia-Technik der nächsten Jahre dominieren. Superdünne Notebooks wie Apple’s MacBook Air werden nichts außergewöhnliches mehr sein.

Ich bin gespannt was den Designern noch alles einfällt und was noch möglich ist.

Man ‘sehe’ und staune

Schön zu ‘sehen’, das die Medizintechnik weiterhin Fortschritte macht.

Gentherapie soll Augenlicht wieder herstellen

Wenn ich manchmal bei den Fachärzten im Wartezimmer sitze, dann beschleicht mich zum Teil ein anderes Gefühl. Ist es doch mit unserem Gesundheitssystem nicht wirklich gut bestellt.

So bleibt zumindest die Hoffnung, das etwas von diesen neuen Erkenntnissen eines Tages unseren Kindern und Kindeskindern zu Gute kommt.